23.10.04

Ausnahmsweise muß ja auch mal was klappen.

Gestern, 16:53: Schon bei der Abfahrt mit dem ICE 716 Stuttgart-Köln plärrt der Lautsprecher. Aufgrund eines Oberleitungsschadens könne heute in Heidelberg nicht gehalten werden. Wie gut, daß ich in Heidelberg umsteigen muß. Ich rufe also gleich zuhause an und melde pflichtbewußt, daß es eine Stunde später bei mir wird, denn laut meiner Backup-Strategie muß ich in Mannheim ca. 30 Minuten lang in der DB-Lounge herumlungern, bevor ich um 18:07 mit einem ICE in Richtung Frankfurt weiterfahren kann und von dort um 19:22 mit der Bimmelbahn nach Hause komme.

Aber es kommt anders: Durch den fehlenden Halt in Heidelberg hat der ICE Zeit gewonnen und ist einige Minuten früher in Mannheim. Dadurch wird dort ein ICE um 17:31 erreicht, der nicht im berühmten Bestseller "Ihr Reiseplan" als Anschlußzug aufgeführt ist. Mit dem geht es in einer guten halben Stunde nach Frankfurt (und zwar sehr komfortabel, denn es handelt sich um einen ICE der alten Generation), wo der zuvor in Heidelberg verpaßte Intercity schließlich doch noch erreicht wird. Hinter diese Variante wäre ich wohl nicht von allein gekommen. Vielen Dank an den Zugführer, der diesen Umweg noch durchgesagt hat, als der Zug schon dabei war, in den Bahnhof einzufahren.

Ich muß jetzt langsam mal herausfinden, wo es diese neckische Fahrplan-CD gibt und sie entweder unter Crossover-Office oder VMware auf meiner Linuxkiste gangbar machen.

Verfasst von mas am 08:16 | Kommentare (0)

14.10.04

Cliffhanger

Montag, 11.10.: Im Intercity zwischen Frankfurt und Heidelberg kommt kurz vor Heidelberg die Durchsage, daß der Zug aufgrund einer Betriebsstörung heute nicht in Heidelberg hält. Wer in Heidelberg in Richtung Stuttgart umsteigen will, soll in Mannheim-Friedrichsfeld in die Regionalbahn umsteigen. Die steht dort tatsächlich bereits am Bahnsteig und ist gerade so pünktlich in Heidelberg.

100 Leute rennen rüber zum ICE in Richtung Stuttgart. Dort steht auf der Anzeigetafel: "Zug fällt aus". Verstehen Sie Spaß? Mordlüsterne Blicke, egal wohin ich schaue.

Es folgt eine endlos lange Wartezeit und ein endlos langer Umweg in ungeheizten Intercity über Stuttgart und wieder auf der selben Strecke ein Stück zurück (nochmal mit tierischer verspätungsbedingter Rennerei im Hautbahnhof Stuttgart), bis ich mit ca. 75 Minuten Verspätung schließlich doch noch in Vaihingen/Enz eintrudele.

Die vollkommen hektikfreie Alternative wäre gewesen, mit dem Intercity bis Karlsruhe weiterzufahren und dort in die Bimmelbahn nach Stuttgart umzusteigen. Das hätte mir immerhin 15 Minuten Fahrzeit und ein paar kalte Füße erspart. Idioten.

Verfasst von mas am 05:16 | Kommentare (0)

27.09.04

Abenteuerreise durch die Nacht

Endlich! Verdächtig reibungslos waren die letzten Monate vergangen, so daß ich das Blog schon abschalten wollte. Aber just in diese beschauliche Situation platzte der Kunde, der meine Anwesenheit schon am frühen Montagmorgen wünschte. Also machte ich mich am Sonntagabend mit einem der letzten Züge auf die Reise.

Bereits bei der Abfahrt kündigte sich Unheil an, denn der Intercity war schon 17 Minuten verspätet. Und das, wo ich im fernen Heidelberg nur 9 Minuten Zeit zum Umsteigen in den ICE haben würde. Der Schaffner polterte allerdings lautstark auf dem Gang herum, von einem ICE, der dann eben warten müsse ("koste es, was es wolle"), so daß ich einen Funken Hoffnung hatte, daß der Zug vielleicht 2-3 Minuten aufholen und der ICE dann aufgrund der späten Stunde vielleicht ein paar Minuten warten würde.

Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wußte, war, daß in Frankfurt das Personal wechseln würde. Der neue Schaffner war betont entspannt und legte bei der Fahrscheinkontrolle vorsorglich schonmal Plan B vor: Weiterfahrt bis Karlsruhe Durlach und von dort weiter mit dem S-Bahn-ähnlichen Regionalexpress. Und so kam es dann auch: Mit diesem badisch-schwäbischen Eisenbähnle ging es gemütlich durch die Lande, bis ich dann (immerhin nur) eine Stunde nach der ursprünglich geplanten Ankunftszeit um 00:03 Uhr am Ziel war.

Die Frage, was mit dem bezahlten ICE-Zuschlag passiert, bleibt dabei mal wieder offen, aber die haben sich die ca. 100 weiteren Fahrgäste wohl auch gestellt, als sie in Durlach auf dem Bahnsteig standen.

Ein absolutes Highlight hatte die Fahrt im verspäteten Intercity dennoch zu bieten. Es wurde angekündigt, daß in wenigen Minuten der Bahnhof Wiesloch/Walldorf erreicht werden sollte. Etwa in diesem Moment raste draußen ein Bahnhof mit Höchstgeschwindigkeit am Fenster vorbei. Nur Sekunden danach folgte eine Vollbremsung. Offenbar hatte das helle Licht des Bahnhofs den Lokführer aus dem Schlaf gerissen. Nach einer humorigen Ansage des Schaffners setzte der Zug dann zum Bahnsteig zurück. Ob es ab und zu auch mal vorkommt, daß über rote Signale oder durch Kopfbahnhöfe gefahren wird, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Verfasst von mas am 21:33 | Kommentare (1)

14.05.04

Zwei Pannenfreie Monate

Seit meinem letzten Beitrag hier sind nun zwei Monate vergangen. Habe ich meine Ansprüche gesenkt? Liegt es daran, daß ich öfters krank war? Vielleicht an den Feiertagen? Oder sollten Mehdorns Sonntagsreden von der Pünktlichkeit wirklich Resultate zeigen?

Verfasst von mas am 06:07 | Kommentare (2)

14.03.04

Sehr freundlich, danke!

Letzten Montag nach 35 Minuten Verspätung im ICE bei der Bahn-Comfort-Hotline angerufen und um Schmerzensgeld gewinselt. Ob ich denn eine Bescheinigung vom Zugführer hätte? Nein, der hat sich nicht mehr aus seinem Kabuff rausgetraut und ich werde nicht anfangen, ihm hinterherzulaufen, aber schaut halt ihn eurem System nach, da steht die Verspätung doch drin.

"Okay, wir lassen Ihnen was zukommen."

Was kam, war ein Brief in dem drinstand, daß es ohne Bescheinigung keine Kohle gibt. Sehr geschickt abgebügelt. Frechheit.

Verfasst von mas am 08:49 | Kommentare (0)

10.02.04

Umsteigelösung

09.02.2004: In Frankfurt aus dem maßlos verspäteten Intercity vorzeitig aus- und in einen maßlos überfüllten ICE nach Stuttgart umgestiegen, da der Anschluß in Heidelberg eh unerreichbar geworden wäre. Von Stuttgart dann auf dem selben Gleis zurück nach Vaihingen. Interessanterweise kostet diese Variante bei extrem komfortablen Übergängen "nur" 45 Minuten gegenüber der optimalen Verbindung. Das ist eine ganze Stunde weniger, als bei der alten Variante, nach dem Verpassen des ICE in Heidelberg den Intercity nach Stuttgart zu nehmen.

Ich muß mal prüfen, ob sich mit diesem ICE ab Frankfurt vielleicht eine Umsteigevariante in Mannheim ergibt, um von dort direkt nach Vaihingen zu kommen. DIe Fahrzeit des Intercity ist ja leider völlig unberechenbar. (Nö, gibts nicht. Schade.)

Verfasst von mas am 21:51 | Kommentare (0)